Verkehr am Gruscheweg

Veröffentlicht am 05.01.2021 in Verkehr

Nachlese - Leserbrief zum Verkehr am Gruscheweg

Verkehr am Gruscheweg.

Eine starke Nachfrage nach Wohnraum, sowie Mietwohnungen als auch Eigentum, führt zu einer rasanten Entwicklung der Wohngebiete Gruscheweg 6 und 7. Daher müssen auch die Fragen nach dem Verkehr geklärt werden. Hierzu hat es ein umfangreiches Gutachten gegeben.

Schwerpunkt der Empfehlungen war, den Autoverkehr möglichst gering zu halten und wo er entsteht, ihn über die Hauptstraßen zu führen und nicht durch Wohngebiete. Dazu sollte der ÖPNV und der Fußgänger- und Radverkehr gefördert werden.

Die weitestgehenden Maßnahmen waren die Abtrennung des Gruschewegs von der Jahn- und Fichtestraße und der Bau eines Kreisverkehrs an der Carl-Schmäcke-Straße. Ersteres ist durch den Poller auf Antrag der SPD erfolgt. Ein versenkbarer Poller statt einer festen Abtrennung deshalb, damit ein weiterer Vorschlag der Gutachter, den Bus von Hoppegarten nach Altlandsberg über den Gruscheweg und das Gewerbegebiet zu führen, erfolgen kann. Auch hierzu gibt es auf Antrag der SPD einen Beschluss der Gemeindevertretung, die den Bürgermeister beauftragt hat, entsprechende Verhandlungen mit dem Landkreis, Hoppegarten und Altlandsberg zu führen. Der Bau des Kreisverkehrs ist für 2021 vorgesehen.

Weitere Vorschläge der Gutachter waren, keine Durchfahrtmöglichkeiten für Kraftfahrzeuge durch die Speyer Straße und die Rüdesheimer Straße zu schaffen, sondern hier Fahrrad- und Fußgängerachsen zu schaffen. Bei der Rüdesheimer Straße soll eine Fahrradstraße über die Annenstraße bis zur Ernst-Thälmann-Straße gehen. Der Beschluss, die Ernst-Thälmann-Straße barrierefrei auszubauen, ist gefasst. Für die Fahrradachse vom Wohngebiet Gruscheweg bis dorthin liegt ein Antrag der SPD der GVT vor, wurde aber erstaunlicherweise noch nicht behandelt.

Der Radweg, so der Vorschlag der Gutachter, soll ab der Hauptstraße über die ehemalige Kleinbahn zum S-Bahnhof Hoppegarten geführt werden. Hier ist noch nichts geschehen.

Ausdrücklich abgelehnt haben die Gutachter den Plan einer Umgehungsstraße (sie würde mehr schaden als nutzen) sowie die Einbahnstraßen in der Fichtestraße und Jahnstraße.

Es gibt noch einiges zu tun, um die Schaffung von Wohnraum verkehrsverträglich zu gestalten. Da muss nicht immer geklagt werden. Interessant wäre zu wissen, welcher Anwalt die Bürgerinitiative in der Fichtestraße und Jahnstraße vertritt.

20.11.2020

Jürgen Hitzges

 

Wir danken Jürgen Hitzges für die Übersendung seines Leserbriefes an die MOZ vom November 2020

 

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