Lasst uns drüber reden und Kompromisse suchen

Veröffentlicht am 12.01.2019 in Ortsverein
Ein kleiner Rückblick auf das Jahr 2018 in unserer Gemeinde

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach in seiner Weihnachtsansprache ein wichtiges Thema an. Er sagte:

„Ich habe den Eindruck, wir Deutsche sprechen immer seltener miteinander. Und noch seltener hören wir einander zu. […] Wir müssen wieder lernen, zu streiten, ohne Schaum vorm Mund, und lernen, unsere Unterschiede auszuhalten. Wer Streit hat, kann sich auch wieder zusammenraufen. Das kennen wir von Weihnachten mit der Familie. Aber wer gar nicht spricht und erst recht nicht zuhört, kommt Lösungen kein Stück näher. Sprachlosigkeit heißt Stillstand.“

Das Sich-gegenseitig-Zuhören ist gerade auch auf kommunaler Ebene wichtig. Zwei Themen haben dies in Fredersdorf-Vogelsdorf im abgelaufenen Jahr deutlich gezeigt:

  • 2018 wurde der Rathauserweiterungsbau eröffnet. Anerkennung von allen Seiten. Denn alle Seiten waren in die Diskussion um die Planung dieses Baus umfassend eingebunden worden. Kompromisse wurden gefunden. Und parteiübergreifend hatte man ein Ziel vor Augen: Teurer als 3 Mio. € darf das Ganze nicht werden. Und auch dieses Ziel wurde (fast) eingehalten.
  • Das Negativbeispiel war die Diskussion um den Oberschulneubau auf dem Sportplatz Vogelsdorf. Hier wurden Hinweise und Einwände einfach überstimmt, selbst wenn sie von einem Gutachter vorgebracht wurden. Selbst ein Prüfungsauftrag zu kostengünstigeren Alternativen wurde von der Mehrheit pauschal abgelehnt. Und auch eine Kostenobergrenze wurde abgelehnt, obwohl die Gemeinde nicht unendlich viel Geld zur Verfügung hat.

Miteinander zu reden kostet erstmal Zeit und Geduld. Aber oft entsteht erst so ein gutes Ergebnis.

Das gilt auch auf europäischer Ebene. Denn immerhin stehen in diesem Jahr die Europawahlen an. Viele Bürger sind hier wegen der rasanten gesellschaftlichen Entwicklungen verunsichert. Die italienische Sportzeitung „Gazzetta Dello Sport“ schrieb im Juni 2018:

„In der modernen Welt gibt es keine Sicherheiten mehr: Päpste können zurücktreten, ein Mensch wie Trump kann zum US-Präsidenten werden und Deutschland kann beim ersten WM-Match verlieren.“

Wobei man sich natürlich über die Zukunft der Nationalmannschaft lange unterhalten kann.

Viel wichtiger sind aber die großen Themen wie Sicherung einer Rente, die zum Leben reicht, Bankenkontrolle und Migrationspolitik. Dabei hat auch die SPD noch Nachholbedarf. So kritisierte im Februar 2018 Niedersachsens SPD-Ministerpräsident Stephan Weil, „die Partei habe es über Jahre versäumt, heikle Sachfragen etwa zur Aufnahme von Flüchtlingen eindeutig zu klären.“

Steinmeier führt aus:

„Da wird gegiftet, da ist Lärm und tägliche Empörung. Und mehr noch als der Lärm von manchen besorgt mich das Schweigen von vielen anderen. Immer mehr Menschen ziehen sich zurück unter ihresgleichen, zurück in die eigene Blase, wo alle immer einer Meinung sind.“

Von dieser Sprachlosigkeit haben am Ende vor allem die Rechten und die Europagegner profitiert.

Nehmen wir vielleicht aus dem Jahr 2018 eine Anregung mit hinüber in das Neue Jahr: Reden wir mehr über die Dinge, die uns auf dem Herzen liegen. Und vor allem: Reden wir nicht nur, sondern hören auch unserem Gegenüber zu. Möglicherweise kommen wir so im Dialog letztlich zu überzeugenden, von allen getragenen Ergebnissen.

 

Roswitha Günster, SPD Ortsvereinsvorsitzende

Volker Heiermann, Fraktionsvorsitzender

 

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