Gute Bildung braucht gute Schulen – ein schwieriger Weg in Rüdersdorf

Veröffentlicht am 13.01.2019 in Kommunalpolitik

Mit großer Vorfreude und Begeisterung nahmen Ende August die künftigen Nutzer des  Erweiterungsbaus für die Grund- und Oberschule in der Brückenstraße das neue Gebäude in Besitz.

Ein langer und schwieriger Entscheidungsweg

Lange, ja viel zu lange hat es bis zur Fertigstellung dieser modernen Bildungsstätte gedauert.

Bereits Ende der 90-er Jahre hatte die damals noch eigenständige Gemeindevertretung Rüdersdorf mit großer Mehrheit das Auslaufen des  Schulbetriebes am Standort in der Willi-Müller-Straße beschlossen.

Der Weg bis zum Abschied von diesem ehrwürdigen, aber für einen den steigenden Anforderungen an einen modernen Schulbetrieb nicht mehr flott zu machenden Gebäude, fiel auch der SPD nicht leicht.

2008 gab es dann den wegweisenden Beschluss, die Kräfte und finanziellen Mitte auf  zwei Grundschulstandorte in der Gemeinde zu konzentrieren.

Ausschlaggebend waren, dass  mit dem Auslaufen des Oberschulteils in Hennickendorf wegen sinkender Schülerzahlen Aufnahmekapazitäten für den Grundschulteil frei wurden und die Gestaltung des Schulstandortes in der Brückenstraße zu einem modernen Bildungsstandort ein erklärtes Ziel der gemeindlichen Entwicklung ist.

Politkultur im Ort stark beschädigt

Die Aufgabe einer altgewachsenen Schule ist immer eine schwierige Entscheidung und birgt verständlicherweise ein hohes emotionales Potenzial.

Die Rüdersdorfer SPD, die mit verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen den nicht einfachen Klärungsprozess mit allem Für und Wider aktiv mitgestaltet hat, musste dabei eine völlig neue Erfahrung machen.

Mitglieder der CDU-Fraktion scheuten nicht davor zurück, die politische Kultur in der Gemeinde auf einen beschämenden Tiefpunkt zu ziehen. In inakzeptabler Weise wurden demokratische Abstimmungsergebnisse der Gemeindevertretung öffentlich mit Füßen getreten. Die fragwürdige Rolle des Bürgermeisters bestärkte diese Kräfte in ihrem Vorgehen.

Ende gut – alles gut ?

Auch nach dem 2013 gefassten Mehrheitsbeschluss  zur Errichtung und Finanzierung des Schulerweiterungsbaus in der Brückenstraße gab es für den Bürgermeister nichts Wichtigeres, diesen an ihn ergangenen Auftrag zu unterminieren. Trotz aller Widerstände – es hat nicht geholfen !

Das Bauwerk ist  auch ein wichtiges Element bei der Umsetzung des von der SPD mit auf den Weg gebrachten Programms „Soziale Stadt“ . Separat zugängliche Räumlichkeiten stehen der Bürgerschaft für Veranstaltungen zur Verfügung. Also, eine Schule für alle.

Diese Entwicklungsimpulse haben den Landkreis mit dazu bewogen, den gymnasialen Standort in Rüdersdorf mit einem Erweiterungsbau für ca. 360 Schüler zu stärken.

Der Bildungscampus wird komplettiert mit einer 3-Feld-Schulsporthalle für das Gymnasium. Bauarbeiten daran sind bereits im Gange. Der Einsatz der Rüdersdorfer SPD trägt Früchte.

Parallel dazu heißt es jetzt, eine gute und sichere Verkehrsanbindung von der Brückenstraße und mit der neuen Zuwegung von der Woltersdorfer Straße für den gewachsenen Schulstandort und das auch weiterhin mit besonderer Fürsorge über das Programm „Soziale Stadt“ zu entwickelnde Wohngebiet zu schaffen.

Es lässt sich ganz bestimmt noch so manches besser machen. Nicht zuletzt die Zusammenarbeit seitens der Verwaltung mit der Gemeindevertretung.

 

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