Ehrenamtliche Retter erhalten Prämie

Veröffentlicht am 30.01.2019 in Landespolitik

Der Dürresommer 2018 mit seinen Bränden hat es wieder einmal gezeigt. Ehrenamtliche Retter sind aus unserem Leben nicht wegzudenken (siehe Anzeige oben, in den Sonntagszeitungen vom 3. Februar 2019). Als erstes Bundeslandland hat Brandenburg jetzt eine Prämie für alle eingeführt, die sich freiwillig in den Feuerwehren, dem Katastrophenschutz und dem technischen Hilfswerk und anderen Organisationen engagieren.

Künftig wird jeder Ehrenamtliche einer anerkannten Hilfsorganisation einen jährlichen Zuschuss zum Aufwandsersatz von 200 Euro erhalten. Wer lange aktiv mit dabei ist, erhält zusätzlich alle zehn Jahre eine Jubiläumsprämie von 500 Euro. Das Gesetz soll bis zum Sommer vom Landtag endgültig beschlossen werden und rückwirkend zum 1. Januar 2019 gelten.

Rund 38.000 Frauen und Männer in Brandenburg engagieren sich aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr. Darüberhinaus engagieren sich ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bei den Organisationen Deutsches Rotes Kreuz, Technisches Hilfswerk, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfallhilfe, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft und Malteser Hilfsdienst und leisten wichtige Beträge zur Sicherheit jedes einzelnen. Dieses ehrenamtliche Engagement will das Land Brandenburg auf Initiative der SPD nun stärker anerkennen und fördern: Der Landtag berät diese Woche über das Prämien- und Ehrenzeichengesetz, das jährliche Zuschüsse von 200 Euro und eine Prämie für langfristige Einsatz von 500 Euro vorsieht.

Brandenburg ist mit der neuen Regelung bundesweit Spitze. Die Retterprämie sei eine Anerkennung und ein Zeichen des Dankes – und sie sollte den ehrenamtlichen Einsatz für die Gemeinschaft ein bisschen attraktiver machen, so die Begründung. Das könne dazu beitragen, den nötigen Nachwuchs zu sichern und zu motivieren.

 

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