Fahne "Freie Sänger"

Veröffentlicht am 11.02.2018 in Ortsverein

Auf der Suche nach der Identität der historischen Fahne „Freie Sänger“

„Es war einmal…“, so könnte die Geschichte einer historischen Fahne aus Neuenhagen bei Berlin beginnen. Eine Fahne, die aufgrund fehlender Bedeutung und Zuordnung in einem feuchten Keller in Gesellschaft mit Spinnen und Farbresten, ihre letzten Jahre verbracht hat und nun daraus befreit wurde.

Ihr Zustand ist entsprechend lädiert. Die rostrote Farbe stellenweise verblichen, der tolle Samtstoff stumpf und mit Farbklecksen bespritzt, die Befestigung an einer simplen Gardinenstange mit gerade zur Stelle stehenden Reißzwecken erfolgt. Auch einige Risse haben sich im Laufe der Zeit eingestellt.

Sehr gut zu erkennen sind die aufgestickten Initialen, auf dem Erkennungsmerkmal der Vereinigung der „Freien Sänger“. Besonders schön die Harfe und das Eichenlaub, übliche Gestaltungsmittel zur Darstellung und Beständigkeit der Vereinigung.

Die wechselvolle Geschichte dieser Fahne begann 1904 in Neuenhagen bei Berlin. Sangesfreudige Männer hatten sich vermutlich im „Gasthof Wolter“ gegenüber vom Bahnhof Neuenhagen an der Ostbahn getroffen, um das Erkennungsmerkmal ihres Gesangvereins „Freie Sänger“ einzuweihen. Stolz präsentiert wird eine 1m x 1,40 m große Hängefahne aus rostrotem Samt, die wahrscheinlich den wertvollen Charakter der Fahne zum Ausdruck bringen sollte.

Wie ging es weiter?

Den 1. Weltkrieg hat sie wahrscheinlich gut verpackt unbeschadet überlebt. Was geschah 1933? Wurde sie von einem Mitglied der Sängervereinigung versteckt? Vielleicht von einem Sozialdemokraten? Landete die Fahne nach 1947 und der späteren DDR wieder im Keller? Nach der Wende zumindest erlebte sie zunächst ein Coming-out durch den zwischenzeitlich verstorbenen Neuenhagener Sozialdemokraten Waldemar Haiduk. Er überreichte die Fahne anlässlich eines Jubiläums dem Neuenhagener Männerchor „Frohsinn 1880 e.V.“

Die Herkunft und Bedeutung blieb jedoch weiter offen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung, die sich thematisch mit ihrem wertvollen Archiv der sozialen Demokratie bestens mit solchen Fragen auskennt, konnte helfen. Allerdings weisen ihre Auskünfte daraufhin, dass es sich hier um eine Sängergruppe gehandelt hat, die frei und ohne Bekenntnis sein wollte. Sich weder dem damaligen bürgerlichen „Deutschen Sängerbund“ noch dem „Deutschen-Arbeiter-Sängerbund“, der 1877 gegründet wurde, eingliedern wollte.

Wer weiß mehr?

Vielleicht zum Agieren des Gesangvereins „Freie Sänger“, sein Wirken in der Neuenhagener Öffentlichkeit? Über handelnde Personen?

Aktuell befindet sich die Fahne bei der SPD-Neuenhagen. Dort wird der Zustand genau untersucht, die geeignete Lagerung bis hin zu einem wünschenswerten dauerhaften Aufbewahrungsort gesucht, alles mit Unterstützung, wie z.B. Angehörige von Waldemar Haiduk, der Bibliothek Neuenhagen und einer Reinigung im Ort. Wer gerne mitwirken möchte, ist herzlich eingeladen.

Foto: H. Guhl  Text: M. Hitzges

 

 

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