Jetzt erst recht

Wahlen

Danke an alle Märkisch-Oderländer und Barnimer, die mir Ihre Stimme gegeben haben – sie war nicht "verschenkt". Für einen "Newcomer" war das ein ganz schöner Achtungserfolg. Genau diese 26.522 Menschen, die Ihr Vertrauen in mich als Person gesetzt haben, werde und will ich nicht enttäuschen. Ich habe mich als Bundestagskandidat überall für unsere Region stark gemacht – und viele Projekte und Menschen kennengelernt, die mir wichtig sind. Vom kleinen Verein bis zu guten Tourismus-Hotspots und Kulturprojekten.

All diese Begegnungen will ich nun weiter nutzen, natürlich kämpfe ich weiter für die Region. Ich will als Vorstandsmitglied der SPD Märkisch-Oderland und der AG der Selbständigen der Landes-SPD gemeinsam mit Verbänden und Vereinen, mit Kulturschaffenden, Touristikern sowie IHK und Handwerkskammern weiter Netzwerke knüpfen für die Entwicklung unserer Orte. 

Allein schon deshalb, weil ich mir die Entwicklung unserer Region nicht von Populisten umkehren lassen will, die einfach nur gegen alles sind ohne Lösungen. Wir brauchen bunte, lebendige Orte, um eine Zukunft zu haben. Keine dumpfe Hoffnungslosigkeit. Und dafür will ich kämpfen, mit allen gemeinsam.

Ich bin entsetzt darüber, wie sehr mein Wahlkreis Demagogen auf den Leim gegangen ist. Entsetzt, dass mir all die Tausende von Leuten, die ich getroffen habe, nicht einfach gesagt haben: "Ich finde das doof, was ihr macht, kannst Du was ändern?" - das finde ich deshlab so schade, weil wir ja wirklich überall vor Ort waren. Ich verstehe eines: Wir haben den Menschen keinen richtigen Weg für einen Wandel gezeigt ohne eine klare Koalitions- oder Oppositionsaussage, das habe ich von Beginn an bemängelt. Viele haben gedacht "bleibt doch eh Alles, wie es ist". Und dann haben die Parteien des eher linken Spektrums sich leider gegenseitig zum Gegner erklärt im Wahlkampf - es gab also für die Menschen subjektiv wenig erfolgsversprechende Optionen, vom Stillstand der Merkel-Linie wegzukommen. Dafür muss die SPD nun in der kommenden Zeit Angebote in zukunftsweisenden Programmen machen - und auf jeden Fall in die Opposition gehen, um ihr Profil zu schärfen.

Persönlich nehme ich das Ergebnis nicht, denn wir waren mehr als ein Jahr überall und haben geholfen und zugehört. Die Zahlen zeigen, dass die Wahlergebnisse völlig vom Wahlkampf entkoppelt sind - also Orte, an denen ich mehr war und für die wir gar Fördermittel eingeworben haben, haben keine anderen Ergebnisse als Orte, an denen wir wenig vorkamen. Die Menschen, die Kandidaten spielten keine Rolle. Da tröstet auch nicht, dass ich im Verhältnis weniger Verluste als der Unions-Kandidat eingefahren habe. Die großen Parteien sind abgestraft worden, basta. Und genau in dieser Zeit ist es jetzt wichtig, unsere demokratischen Parteien zu erneuern, basisdemokratisch neue Themen und neues Personal zu bestimmen, da sind jetzt alle Menschen in den Dörfern und Städten eingeladen, mitzumachen. Ideen für die Gemeinde, Ideen für Brandenburg, Ideen für Deutschland. Ein bisschen geht es sogar schon los – in den letzten Tagen haben wir in der Gemeinde zwei neue SPD-Mitglieder begrüßen können. Denn das ist jetzt der Weg: Mitmachen, mitbestimmen, sich auf den Weg machen für eine gute Zukunft unserer Region. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, machen Sie mit beim Neustart.

Danke für alles. 
Ihr
Stephen Ruebsam

 

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